Performance Inszenierung

Übersee-Zungen

Szenische Lesung nach dem Roman „Das Bad“ von Yoko Tawada
im Übersee-Museum Bremen

 

 

Veranstaltungsseite des Theater Bremen

Eine Performance als Einführung in eine Ausstellung - Das war der erste Implus für meine Arbeit "Übersee-Zungen". Eine szenische Lesung nach dem Roman "Das Bad" von Yoko Tawada, die im Rahmen der Ausstellung "Cool Japan" in Übersee-Museum Bremen stattfand. Yoko Tawada schrieb das Gefühl vom Pendeln zwischen zwei Kulturen, zwischen Ankommende und Betrachtende im deutsches Leben. Die Ausstellung stellte das Leben und vor allem die moderne Unterhaltungskulturen Japans vor. Beim Betrachten der Ausstellung, wo meine eigene Kultur für das Publikum in einem fernen Land (Deutschland) dargestellt wurde, empfand ich genau dieses pendelunde Gefühl, es Yoko Tawada in ihrem Roman in wunderbarer Weise beschreibt. 

Meine Inszenierung sollte genau dieses Gefühl abbilden: Eine doppelte Übersetzung, hin- und her zwischen östlicher wie westlicher Kultur. Das Gefühl, durch ein Labyrinth zu irren, visuell verstärkt durch die einem Labyrinth ähnlichen Ausstellungsräume in Übersee-Museum Bremens. 

Schauspielerin Gina Haller, Tänzerin Marie-Laure Fiaux und die zwei Musiker*Innen (Jinok Lee für Geige und Dieter Weische für Shakuhachi-Flöte) führten die Zuschauer*Innen zwischen Ukiyoe-Bilder, Karaoke-Gesang und Cosplay-Kleidungen, begleitet von den magischen Wörtern Yoko Tawadas.

 

„Der menschliche Körper soll zu achtzig Prozent aus Wasser bestehen, es ist daher auch kaum verwunderlich, dass sich jeden Morgen ein anderes Gesicht im Spiegel zeigt.“ Im stetigen Wandel befindet sich das weibliche Ich aus Yoko Tawadas „Das Bad“, ihr Erstlingsroman, den sie verfasste, kurz nachdem sie von Japan nach Deutschland gekommen war. Halb gelöst von der alten Heimat, aber noch nicht ganz verankert in der neuen, sucht das Ich nach Halt, irgendwo zwischen dem Körper und seinem Spiegelbild, nach dem eigenen Gedanken zwischen der deutschen Sprache und der japanischen, nach Wahrhaftigkeit zwischen Alltag und Traum. „Ein gigantisches kleines Ding!“ (FAZ)


Die szenische Lesung ist eine Koproduktion zwischen den Übersee-Museum Bremen und dem Theater Bremen, und fand im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Cool Japan – Trend und Tradition“ statt. Diese widmete sich der japanischen Unterhaltungskultur und verbindet über verschiedenste Ausstellungsstücke rund um Design, Mode, Literatur, Spiele, Feste und Wohnkultur Vergangenheit mit Gegenwart – ein Ort des Dazwischen, wie geschaffen für eine Sinnsuche.

 

Mit Marie-laure Fieux, Gina Haller, Jinok Lee, Dieter Weische
Konzept Nanako Oizumi und Dany Handschuh

Szenische Einrichtung/Kostüme Nanako Oizumi

Dramaturgie Dany Handschuh

 

 


 

Galerie

©Nanako oizumi

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